Künstlerbiografie: Schäufler & Zovsky

Montag, den 31. Mai 2010

Wer sie einmal auf der Bühne erlebt hat, hegt keine Zweifel mehr: Diese beiden Jungs haben den Groove für sich gepachtet! Und das ziemlich großflächig: Innerhalb kürzester Zeit konnten Schäufler & Zovski durch eine Reihe schlagkräftiger Veröffentlichungen auf Acker, SAT und Finger Tracks überzeugen.

Eisig pfeift der kräftige Ostwind in dieser finsteren Januarnacht über die gefrorene Fläche des Sees. Drüben am Ufer kuscheln sich die Häuschen von Mirow aneinander, einladend und warm schimmert das Licht aus ihren kleinen Fenstern. Doch was ist das? Unter dem Brausen des Wintersturms ist noch ein anderes Geräusch vernehmbar: Ein dumpfes, rhythmisches Pochen… Seine Quelle findet sich in einer Stube der kleinen Ortschaft. Die Situation hier steht in geradezu exotischem Gegensatz zur eisigen Winternacht draußen: Hemdsärmelig zappeln zwei Burschen vor einer Groovebox, einem Laptop und angeschlossenem MIDI Controller und haben sichtlich Freude daran, ihren kleinen Gerätepark in hyperaktivem Rausch zu traktieren. Doch es ist nicht nur ihr leidenschaftlicher Einsatz an den Geräten, der den beiden den Schweiß auf die Stirn treibt. Auch der Groove selbst, den sie immer wieder modulieren und zu immer neuen Höhepunkten aufschichten, strahlt eine energetische Wärme aus. In dieser Nacht des noch jungen Jahres 2003 beschließen Sandro Schäufler und Stefan Witzovsky, ein gemeinsames Liveprojekt zu starten.

Doch es soll noch 5 Jahre dauern, bis die beiden Mecklenburger ihre treibenden, auf den Punkt reduzierten Tech House Produktionen auf eine richtige Tanzfläche abfeuern. Nach einigen viel versprechenden Veröffentlichungen gelingt ihnen mit dem Titel „Everyday“, der 2009 auf dem heimischen Label Acker Records erscheint, der endgültige Durchbruch in die soundtechnische Oberliga. Grund hierfür sind zahllose Sessions im gemeinsamen Studio. Einmal verbarrikadieren sie sich für ganze vier Tage ohne Unterbrechung vor ihren Geräten, stellen während dessen den Titel „Am Utkieck“, der auf 3000° Records erschien, sowie ein sonnendurchflutetes Live Set fertig und tragen trotz vorübergehendem Verlust ihres Zeitgefühls und akutem Sauerstoffmangels keine ernsthaften geistigen Schäden davon. Diese bemerkenswerte Produktivität manifestiert sich derzeit in einer nicht abreißenden Veröffentlichungsreihe, die sich über die Labels Acker, SAT, Finger Tracks, Superfancy und POPNorama erstreckt. Die unverkrampft- heitere Art dieser Produktionen wurde von zahlreichen Auflegern als wertvolle Bereicherung ihrer Sets entdeckt.

Neben der kurzweiligen Eigenständigkeit ihrer Veröffentlichungen erfreut sich auch der ausgetüftelte Liveauftritt der beiden beständig wachsender Beliebtheit. So kommt es während ihres Sets auf der SOS U-Ground auf dem Gelände des Fusion Festivals im Oktober 2009 zu wahrer Masseneuphorie auf der Tanzfläche. Durch derartige Erlebnisse hochgradig motiviert, sind die Herren Schäufler & Zovsky zu Beginn des Jahres 2010 fleißig mit den Arbeiten am Debütalbum beschäftigt.

Künstlerbiografie: Sandro Schäufler

Mittwoch, den 19. Mai 2010

Sein musikalisches Frühstück fiel herzhaft und deftig aus: Von den Platten, die Sandro Schäufler bei ersten DJ Sets im Jahre 1998 aus seiner Kiste fischte, wummerte harter, druckvoller und ehrlicher Techno. Schnell wurde klar, dass dieser Mecklenburger Jung nicht nur über das gewisse Händchen für die richtige Scheibe zum richtigen Zeitpunkt, sondern auch über ansteckend gute Laune verfügte. Und so war sein einfühlsamer Groove bald fester Bestandteil der Tanzveranstaltungen der Region und auch Einladungen aus der Hauptstadt ließen nicht lange auf sich warten. Mit der Sturm und Drang Zeit der Jugend ebbte allmählich auch das Tempo seiner bevorzugten Musik ab und Sandro entdeckte nach und nach die freundlichen, entspannten und doch ausgesprochen anregenden Seiten elektronischer Tanzmusik. Anders als viele seiner Kollegen findet er seine Inspirationen nicht im Betondschungel der Metropole, sondern in der ausgesprochen schönen Natur seiner Mecklenburger Heimat, zu der er eine tiefe Verbundenheit besitzt. Dementsprechend kommen seine Produktionen auch auf einem ganz eigenen Groove daher, welcher sich einerseits durch aufgeräumte Klarheit und eine wohl überlegte Reduktion auf die wesentlichen Elemente kennzeichnet und andererseits stets eine Prise Humor besitzt. Dieser erfrischende Stil passte ganz wunderbar ins Repertoire des Mecklenburger Labels Acker Records, wo im Sommer 2008 Sandro Schäufler’s Debüt veröffentlicht wurde. Ein Jahr später ist er produktiv wie nie zuvor und die anregenden und bunten Früchte seiner Arbeit finden sich auf den Tonträgern von immer mehr unterschiedlichen Labels wie Simple As That Records, Superfancy Recordings oder auch Finger Tracks wieder.



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Künstlerbiografie: Vaishiyas

Mittwoch, den 19. Mai 2010

Es war 1999. Mit einer amtlichen Portion Gitarrenmusik im Rücken entdeckte Hannes Klitta plötzlich eine neue Leidenschaft: Das Produzieren elektronischer Tanzmusik. Verantwortlich für seine jähe Begeisterung war das hypnotische Knarzen jenes gewissen Schaukelstuhl und überhaupt der druckvolle und überaus kreative Sound der gesamten „Hamburger Schule“, den dieser Track idealtypisch repräsentiert. Bereits ein Jahr später schlug die erste Vaishiyas Veröffentlichung in der Szene ein. Die Tatsache, dass es sich hierbei direkt um ein komplettes Album handelte, welches auf dem renommierten Progressive Trance Label Jum Jam erschien, bot bereits einen Hinweis auf das beachtliche kreative Potential dieses Musikers. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Vaishiyas heute als Garant für intelligenten und treibenden Progressive Trance höchster Qualität steht.

Wichtige Meilensteine auf seinem musikalischen Weg waren für Hannes Klitta die Auftritte auf Festivals wie Boom oder Universo Paralello, auf denen ihm die euphorischen Reaktionen des Publikums die größten Komplimente bescherten. In technischer Hinsicht war es die zunehmende Entwicklung von Software Synthesizern, die ihn geprägt hat, sowie die Entdeckung von Midi Gitarren Pickups, Ableton Live und jüngst dem extra hierfür entwickelten Controller APC40. Diese Technologien helfen ihm bei Auftritten, seinem immer noch von Bands wie Dream Theater geprägten, intuitiven und interaktiven Anspruch an eine Live Performance näher zu kommen.



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Künstlerbiographie: Kollektiv Ost

Mittwoch, den 12. Mai 2010

Gleich und gleich gesellt sich gern: Sowohl Sandro Schäufler als auch Marcel Schulz stammen ursprünglich aus dem schönen Mecklenburg und beide besitzen schon seit ihrer frühen Jugend eine leidenschaftliche Begeisterung für elektronische Musik und alles was damit zusammenhängt. Nachdem sie den Namen Kollektiv Ost gegen Ende 2003 zunächst als Synonym für untergründige Tanzvergnügungen nutzten, steht er heute für die musikalische Wochenendbeziehung der beiden. „Wochenendbeziehung“ deshalb, weil es Marcel schon vor einiger Zeit in die deutsche Hauptstadt zog, während Sandro nach wie vor in seiner Heimat weilt. Die räumliche Entfernung ist jedoch geradezu von Vorteil für das sympathisch- durchgeknallte Duo: Während der eine metropolitische Einflüsse und Ideen aufsaugt, nutzt der andere die Ruhe und Inspiration der Natur, so dass sich beide in einer ziemlich einzigartigen Auswahl zwingender Tech House Rhythmen ergänzen. Diese Qualität äußert sich nicht nur in ihren engagierten DJ Sets, sondern ist auch in den eigenen Produktionen hörbar. Die Zusammenkünfte der musikalischen Wochenendbeziehung finden übrigens meist in Clubs statt, wo ihre musikalischen Ergüsse auf der Tanzfläche regelmäßig für kollektives Durchdrehen verantwortlich sind. Auf ihrem eigenen Label Simple as That Records präsentiert das Kollektiv Ost seine ganz persönliche Definition von Groove.



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Sunstryk (lange Version)

Donnerstag, den 6. Mai 2010

Es geschah an einem Ort, der selbst bei vollkommener Stille tiefe Einblicke in das Wesen der Psy Trance Szene erlaubte: Inmitten der üppig wuchernden Schwarzlichtwelten des Münchner Clubs Natraj Temple erlebte Thomas Vitali im Jahre 1999 seine ersten Trance Partys. Die hypnotischen Sounds von Künstlern wie Deedrah, Altöm, Infected Mushroom oder Atmos, die in den großen Musikmärkten damals kaum zu finden waren, zogen ihn unwillkürlich in den Bann ihrer surrealen Exotik. Und so avancierte er innerhalb von 2 Jahren zum treuen Stammgast der Tanzveranstaltungen seiner bayrischen Heimat. Zusammen mit seiner allgemeinen Begeisterung für Psy Trance wuchs während dieser Zeit nach und nach auch der Wunsch, das faszinierende, funkelnde Treiben der Szene auch selbst mitzugestalten. Jedoch sollte dies -anders als bei den meisten seiner Musikerkollegen- nicht durch den Schritt an die Platten- bzw. CD Spieler passieren. Vielmehr interessierte er sich für das Geschehen hinter den musikalischen Kulissen, das produktive Netzwerk von Künstlern und die Wege, auf denen ihre Werke letztendlich in die Ohren der Szene gelangten. Daher tauchte Thomas Vitali zunächst in die Welt der Psy Trance Labels ein und machte sich mit ihrer Schaffensweise vertraut.

In dieser hochgradig kreativen Umgebung schwang sich natürlich auch der eigne musikalische Tatendrang rasch auf. Erste Versuche mit der Sequenzersoftware Cubase lassen sich auf das Jahr 2001 datieren. Jedoch sollte es noch eine ganze Weile dauern, bis sich Thomas Vitali neben seiner umfangreichen Labelarbeit und Szenesondierung wirklich schwerpunktmäßig auf die Musikproduktion konzentrierte. Nach der Veröffentlichung verschiedener Einzeltitel markierte sein Beitrag zur „Psychedelic Traveller“ Compilation im Jahre 2009 den eigentlichen Durchbruch, lies er doch eine langjährig gereifte musikalische Eigenständigkeit erkennen: Obwohl mit dem Projektnamen Sunstryk zu diesem Zeitpunkt kaum jemand etwas anfangen konnte, hielt sich besagter Titel ganze 8 Wochen auf Platz 1 der Psy Trance Charts von Beaport.com – wofür folglich tatsächlich die Qualität dieser Produktion verantwortlich war.

Diese Soundqualität ließe sich abstrakt so beschreiben: Im Herzen Full On, im Kopfe jedoch Progressive… Vermutlich liegt auch genau hierin der Grund, warum sich die Musik von Sunstryk merklich von anderen deutschen Progressive Produktionen abhebt. Zugute kommen Thomas dabei die vielen internationalen Künstlerkontakte, die er als derzeitiger Betreiber von Plusquam Records pflegt und der damit verbundene stetige kreative Input. Im Sommer 2010 legt er sein Sunstryk Debetalbum vor, für das er in anderthalb-jähriger Arbeit den ambitionierten Anspruch verfolgte, mit jedem Titel eine wirklich eigenständige, neue Geschichte zu erzählen.

Solar Tech Records

Sonntag, den 2. Mai 2010

Zum Ende der ersten Dekade des neuen Jahrtausends ist der Einfluss von zeitgenössischer Clubmusik auf die Psy Trance Szene allgegenwärtig: Immer mehr Musiker aus den verschiedensten Ecken dieser Stilrichtung greifen in ihren Produktionen Elemente aus Minimal und Techno auf. Andere wenden sich immer poppigeren Melodien zu, worunter leider die psychedelische Tiefe der Musik leidet. In dieser Situation definiert sich Solar Tech Records im Jahre 2008 ganz bewusst als innovative Plattform für klassischen Psy Trance Sound. Ohne auf aktuelle Trends zu schielen ist Labelgründer DJ Natron bemüht, die ursprüngliche Idee dieser Musik auszubauen und zu fördern. Das Ergebnis ist treibende Tanzmusik mit einer amtlichen Portion Rumms, jeder Menge Tiefgang und psychedelischen Momenten, ohne jedoch ins Oberflächliche, Kitschige oder Hektische abzudriften. Erfahrungen auf diesem Gebiet konnte Renè Lauckner aka DJ Natron schon reichlich sammeln: Als passionierter Aufleger und Veranstalter der beliebten Hamburger Partyreihe „Intact Expanda“ hat er ein anspruchsvolles Gespür für das Geschehen der Szene entwickelt. Solar Tech bezieht seinen Sound von einer neuen Generation junger Künstler, welche ihre lokalen Einflüsse aus den Trance Hot Spots Südafrika, UK, Südamerika und Hamburg zu einer spannenden und erfrischend neuen Mischung vereinen: Druckvoller Trance, der sowohl im Club als auch auf den sonnenbeschienenen Dancefloors der Open Airs die Füße zum stampfen und den Kopf zum schweben bringt!