Mollono.Bass – Mein Versteckter Spielplatz
Dienstag, den 1. März 2011
Auf seinem Versteckten Spielplatz hat der Frühling bereits vollen Einzug erhalten: Die warme Luft ist erfüllt von heiterem Gelächter und überall bewegen sich nackte Füße rhythmisch im grünen Gras. Was Mollono.Bass auf seinem Debütalbum zum Besten gibt, offenbart nicht nur einen überaus entspannten Charakter sondern auch eine sehr eigenständige und unverkrampfte Definition von elektronischer Tanzmusik. So gibt der erste Titel Auf Der Wiese nicht nur einen augenzwinkernden Hinweis auf den optimalen Einsatzort für dieses Werk sondern bildet in seiner luftig-leichten Beschwingtheit auch eine Art stimmungstechnische Grundierung für das gesamte Album. Indes nimmt das muntere Treiben auf dem Versteckten Spielplatz ganz verschiedene Formen an: Mal wird es von augelassen hüpfenden Bässen und anregenden House-Rhythmen bestimmt, mal laden hypnotische Klangstrukturen zu Erwachsenenabenteuern ein. Vor allem sind es jedoch jener unverkennbare Instrumenteneinsatz und die damit verbundenen Melodien, mit welchen Mollono.Bass seinen erdigen Groove und mit ihm gewaltige Frühlingsgefühle heraufzubeschwören weiß.
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Dieses Album ist auf Acker Records erschienen.
Ein unbeschriebenes Blatt ist Osher Swissa nicht gerade: Als Teil der beiden Projekte Ananda Shake und D-Fusion wusste der Israeli bereits in der Vergangenheit durch eine Reihe gelungener Produktionen zu überzeugen. Und so zeichnen sich die Werke, die er nun im Alleingang vorlegt, durch einen auffallend ausgereiften und eigenständigen Charakter aus. Auf seinem Debütalbum vollzieht Osher die Vermählung jener Erfahrungshorizonte, die seine beiden bisherigen Hauptprojekte repräsentieren. Das Ergebnis ist ein betörendes Zwielicht zwischen Tag und Nacht, zwischen Ruhe und Spannung, zwischen Psychedelic und Progressive. Beachtlich melodiös schichten sich die komplexen Arrangements der Titel aufeinander und entwickeln dabei eine sehr subtile Sogwirkung. Vibrierende Bässe im 16tel-Takt und dramatische Modulationsläufe sprühen geradezu vor positiver Energie- und doch bleibt der Gesamtkontext stets im Rahmen moderater Geschwindigkeiten und den verschiedenen Sounds wird viel Raum zur Entfaltung eines hochgradig hypnotischen Progressive-Grooves gegeben.
Leicht macht er es ihnen nicht gerade, jenen Zeitgenossen, die alles gerne sauber und ordentlich in Schubladen verpackt wissen. Denn was der Mexikaner Hugo Venegas auf seinem Debütalbum vorlegt, lässt sich einfach nicht eindeutig etikettieren- zumindest nicht, was die musikalische Stilrichtung angeht. Andererseits lässt sich das Material auf Rewire durchaus klar beschreiben- als hochgradig moderner, hochgradig euphorischer und hochgradig explosiver Partysound nämlich. Einmal erinnert der zwingende Druck einer Sidechain-komprimierten Basssektion an energetischen Progressive House, dann wieder sind es verspielte Klicker-Klacker Elemente, die trotz oder vielleicht gerade wegen ihres minimalen Charakters ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Klassische Elemente von Progressive Trance wie federnde Offbeat Rhythmen und luftige Melodiearrangements finden sich auf dem vorliegenden Album gepaart mit technoid anmutenden Hallkaskaden und sich zu immer neuen Höhepunkten auftürmenden Soundeffektkulissen. Mit diesem Leckerbissen für all jene, welche die Möglichkeiten von aktuellem Progressive Trance ohne Scheuklappen erkunden, beweist SpinTwist Records einmal mehr seinen avantgardistischen Ansatz!

Es ist nicht immer leicht, das Leben auf jenem Ozean namens Alltag: Mal schlagen uns seine grauen Wogen über dem Kopf zusammen und dann wieder erleben wir eine Flaute, während der so gar nichts zu passieren scheint. Wie gut, dass wir von Wochenende zu Wochenende an exotischen Inseln andocken können. Kaum haben wir diese betreten, reißt der Himmel auf und bunte Lichtspiele erhellen unsere Gesichter und die all jener Menschen, die wir lieb gewonnen haben. Zusammengehalten wird diese Wochenendgesellschaft, die Weekend Society, von einem organisch rollenden Groove: Satte Offbeat-Bässe schaffen eine perfide Spannung zwischen Schwerelosigkeit und Anziehungskraft, knarzig-warme Klangstrukturen liefern abwechslungsreiche Assoziationsgrundlagen für die tanzenden Körper und verträumte Harmonien vermitteln Eindrücke von außerirdischer Weite. Dabei entwickelt sich die Dramaturgie des bereits dritten Audiomatic Albums aus einem gekonnten Spiel zwischen ruhigen, minimalen Parts und ekstatischen Höhepunkten. Der Spannungsbogen wird von einem Downbeat-Titel sowie zwei Remixes und Kollaborationsprojekten abgerundet.


